Was ist eine GMP+ Zertifizierung?
Die Erlangung einer GMP+ Zertifizierung zeigt, dass ein Qualitätsmanagementsystem in der gesamten Futtermittel-Lieferkette angewendet wird. Die Sicherheit von Futtermitteln steht dabei im Mittelpunkt als Teil der Lebensmittelsicherheit. Der Grundgedanke ist, dass Tierfutter und Lebensmittel für den Menschen nicht getrennt voneinander betrachtet werden können.
Das System enthält Elemente der HACCP- und ISO-9001-Methodik und wird von GMP+ International verwaltet. Das GMP+ Feed Safety Assurance (FSA)-Schema ist international ausgerichtet und wird weltweit angewendet. Es handelt sich um einen robusten und global anerkannten Ansatz, der auf die kontinuierliche Verbesserung Ihrer Prozesse und das Management von Risiken innerhalb der Lebensmittel- und Futtermittel-Lieferkette abzielt.
GMP+ besteht aus mehreren Modulen, darunter:
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GMP+ Feed Safety Assurance (FSA): Fokussiert auf die Lebensmittelsicherheit in der Futtermittelkette.
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GMP+ Feed Responsibility Assurance (FRA): Bezieht sich auf Nachhaltigkeitsaspekte und eine verantwortungsvolle Produktion von Futtermitteln.
Vorteile der GMP+-Zertifizierung
Zufriedene Kunden:
Speziell für Organisationen in der Futtermittelbranche entwickelt, ermöglicht Ihnen die Zertifizierung zu zeigen, dass Sie sich verpflichten, die Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden und Stakeholdern zu erfüllen – durch einen klaren Fokus auf Qualität und kontinuierliche Verbesserung.
Neue Geschäftsmöglichkeiten:
In vielen Fällen ist eine Zertifizierung durch unabhängige Dritte Voraussetzung. Auch wenn sie nicht vertraglich vorgeschrieben ist, bietet sie die Glaubwürdigkeit, um gute Geschäftsbeziehungen mit Ihren Stakeholdern aufzubauen.
Optimierte Prozesse:
Durch die Anwendung von Best-Practice-Prinzipien aus den Normen unterstützt die Zertifizierung den Aufbau eines robusteren Risikomanagements sowie ein besseres Verständnis des internen und externen Kontextes Ihrer Organisation. Dies trä
GMP+ Richtlinien
- HACCP-Prinzipien:
Das GMP+-System verwendet die HACCP-Methodik, um potenzielle Gefahren für die Futtermittelsicherheit zu identifizieren, zu analysieren und zu beherrschen. Dies hilft, Risiken wie Kontaminationen mit schädlichen Stoffen oder mikrobiologische Gefahren zu vermeiden. - Rückverfolgbarkeit:
GMP+ verlangt ein vollständig rückverfolgbares System entlang der gesamten Futtermittelkette. Jede Zutat und jeder Schritt in Produktion, Verarbeitung und Vertrieb muss dokumentiert werden, sodass Produkte im Problemfall schnell zurückgerufen werden können. - Qualitätssicherung von Rohstoffen:
Rohstoffe müssen strenge Anforderungen erfüllen, um Kontaminationen zu verhindern. Auch Lieferanten von Rohstoffen müssen den GMP+-Richtlinien oder gleichwertigen Standards entsprechen.
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Gute Herstellungspraxis:
Es gelten strenge Regeln für Hygiene, Wartung von Geräten und Prozessabläufe, um sicherzustellen, dass Futtermittel von hoher Qualität sind und für Tiere sicher bleiben. -
Überwachung und Kontrolle:
Eine regelmäßige Überwachung der Futtermittel auf physikalische, chemische und mikrobiologische Gefahren ist vorgeschrieben. -
Kontinuierliche Verbesserung:
Unternehmen, die nach GMP+ arbeiten, verpflichten sich zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Prozesse, z. B. durch interne Audits, Risikobewertungen und Schulungen des Personals. -
Lieferkette:
GMP+ legt großen Wert auf Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Lieferkette – von Landwirten, Transporteuren und Lieferanten bis hin zu Verarbeitern und Distributoren.